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Ende einer Virtuellen Ära

Ich habe das Programmieren geliebt. In meiner eigenen kleinen Nische (sprachlich, als auch Genretechnisch) Welten erschaffen, von denen Andere träumen konnten. Für mich war Spielemachen ein Traumberuf. Ich tat, was andere nur wollten.

Doch es sollte nicht sein. Ich wollte mein Hobby zum Beruf machen und gab alles dafür. Die letzten 20 Jahre lang. Gelernt, besser geworden, gestritten, Verträge gehabt, Chancen verpasst, Suizidal geworden, drei Mal fast gestorben… das Übliche Leben eines Indie-Entwicklers halt. Diese Ära endet mit dem 31.12.2019.

Meine Interessen haben sich anderem zugewendet. Ich habe Leute Kennen gelernt, die deutlich talentierter sind als ich in Sachen Programmierung. Ich habe die Bittere Wahrheit über den Nepotismus der Deutschen Gamesszene kennen lernen dürfen. Und… Ich habe mich der Hardware zugewendet. Tolle PC-Systeme bauen, Modding, Technische Hilfe, Menschen den PC verstehen lassen ist mein Metier. Meine Lebensqualität stieg bedeutend an, seit ich das tue.

Und das, ist gut so. Ich habe keine Passion, keine Geduld mehr fürs Erschaffen von Welten. Stattdessen erschaffe ich Kunstwerke wie den EVE-Industrial-PC in 2013:

2013: EVE Online war ein Teil meiner Spielroutine. Damals noch Dualaccounting mit einer 9600GS und einem Phenom X4

Dann, in 2016 kam ich in den Besitz eines Cooler Master HAF XB. Der wurde dann relativ schnell verglast:

Doch Heutzutage… da sind meine Skills weit jenseits meiner kleinen Basteleien an PCs. Da wird von Hand an den Grafikkarten rumgeschraubt, die Shrouds neu Lackiert, für eine einzigartige weiße 1080 EXOC…

Handbesprüht, mit besserer Kühlpaste und allem.

…die Einzug in meinen Rechner fand…

… der dann Plötzlich eine Custom-Wasserkühlung hatte, eine Selbstgebaute Backplate für die SSDs, Double-Reservoir. Kürzlich musste sie einer 2070 Super weichen. Auch von KFA². Weils einfach Top-Binned Chips sind.

Bei dem hab ich auch geholfen…

Jetzt bin ich dank meiner Erfahrung verantwortlich für die Computer meines Arbeitgebers.

Ganz ehrlich? Ich vermisse das Coden nicht wirklich. Und ich habe keine Skrupel mehr, es aufzugeben. Es hat mich in den Letzten 20 Jahren fast 40.000€ gekostet. Geld, das ich nicht hatte und sich in Schulden verwandelt hat, die ich immer noch abstottere.

Es ist besser so, als mich weiter zu quälen.

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